Pulverbeschichten  

Die elementare Idee hinter der elektrostatischen Pulverbeschichtung beruht auf der Tatsache, daß sich Teile mit entgegengesetzter elektrischer Ladung anziehen. Daher eignen sich auch die meisten leitenden oder thermisch stabilen Festkörper für die Pulverbeschichtung. Vor allem metallische Objekte wie

Haushaltmaschinen
Büromöbel
Gartenmöbel
Autozubehör
Armaturen
Drahtwaren
Profile
Fassadenelemente

sind heute in immer weiter zunehmendem Masse elektrostatisch pulverbeschichtet. Jedermann kommt also täglich mit dieser Technologie in Berührung.

Das trockene Beschichtungspulver wird in den Vorratsbehälter gefüllt, fluidisiert oder umgerührt und mittels Druckluft zur Sprühpistole gefördert. In der Pistole entsteht aus einer Nieder-Spannung von 10V nach dem Kaskadenprinzip Hochspannung, und eine oder mehrere Elektroden laden hier das Pulver beim Sprühen mit 60-100KV auf.Zwischen der Pistole und dem geerdeten Werkstück bildet sich ein elektrisches Feld. Die Pulverpartikel folgen dessen Feldlinien und bleiben aufgrund der Restladung auf dem Objekt haften. So veredelte Werkstück können dann manuell oder automatisch zu einem Trockner gefördert werden, wo Kunststoffpulver bei 160-200 Grad Celsius zu einem glatten Film schmilzt und aushärtet. Emailpulver benötigt seiner chemischen Beschaffenheit wegen viel höhere Temperaturen, nämlich zwischen 780 und 630 Grad Celsius

Die Schichtdicken dieser Veredelung liegen mit Kunststoffpulver bei 30-80 my für dekorative und bei 20- 500 my für funktionelle Zwecke. Emailpulver kann im Schichtdickenbereich zwischen 80 und 200 my eingesetzt werden.

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